1. Sinfoniekonzert

William Walton
Orchestersuite Façade

Edward Elgar
Violoncellokonzert e-Moll op. 85

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Zur Eröffnung der neuen Konzertsaison erklingen zwei Werke englischer Komponisten. William Walton, geboren 1902, machte in den 1920er-Jahren erstmals mit eigenen Werken auf sich aufmerksam. Einen kleinen Skandal erregte 1923 sein »Entertainment« Façade, das er auf Gedichte von Edith Sitwell für Sprecher und kleines Instrumentalensemble schrieb. Die beiden daraus zusammengestellten Suiten für Orchester gehören noch heute zu Waltons bekanntesten Stücken. Das ist Musik, die Spaß macht, voll Parodie, Witz und Humor! Sir Edward Elgar, der Nestor der englischen Komponisten, hatte zu diesem Zeitpunkt sein schöpferisches Lebenswerk bereits beendet. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg war noch das bedeutsame Cellokonzert entstanden – eine seiner persönlichsten Äußerungen und ganz im Gegensatz zu Glanz und Pathos früherer Kompositionen Elgars in seiner grüblerischen Melancholie ein Werk des Abschieds. Demgegenüber stellt Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie ein Werk des Aufbruchs dar. Ja, man darf sagen, dass mit dieser »Sinfonia eroica« (1805) eine neue Epoche der Musikgeschichte begann. Diese unerhört kühne Musik will nicht mehr unterhalten, sondern aufrütteln, an die ganze Menschheit appellieren.