223. Spielzeit 2017/18

Konzert

1. Sinfoniekonzert


Friedrich Schneider
Sinfonie Nr. 16 A-Dur

Ludwig van Beethoven
Tripelkonzert C-Dur op. 56 für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Das Antrittskonzert von Markus L. Frank als neuer Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters Dessau bringt gleich zu Beginn eine Referenz an eine der großen Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Friedrich Schneider amtierte von 1821 bis zu seinem Tode insgesamt 32 Jahre lang in Dessau als Leiter der Herzoglichen Hofkapelle. Die 16. Sinfonie in A-Dur (1818) stammt noch aus Schneiders Leipziger Zeit. Kein Geringerer als Felix Mendelssohn Bartholdy wählte 1840 dieses heitere, die Beethovensche Tradition auf originelle Art weiterführende Werk aus und dirigierte es in Leipzig in einem seiner Gewandhauskonzerte. Zwischen Eroica und Appassionata als „Grand Concerto concertant“ op. 56 im Druck erschienen, stellt Beethovens Tripelkonzert ein Intermezzo dar, dessen auf festliche Unterhaltung gestimmter Ton und dessen Musizierfreude den großen Komponistenheroen von einer liebenswürdig-sympathischen Seite zeigen. Ganz anders als allgemein erwartet fiel 1945 die 9. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch aus. Keine abendfüllend monumentale Siegessinfonie zu Ehren Stalins gab es zu hören, sondern eine knapp halbstündige Miniatursinfonie – klassizistisch, grotesk überspitzt und voller Ironie.



DirigentMarkus L. Frank
Sitkovetsky-Trio
ViolineAlexander Sitkovetsky
VioloncelloDanjulo Ishizaka
KlavierWu Qian