223. Spielzeit 2017/18

3. Sinfoniekonzert

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 90 C-Dur

Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
Eine Sinfonie für eine Tenor- und eine Alt-Stimme und Orchester
(nach Hans Bethges Die chinesische Flöte)

Von 1996 bis 2000 wirkte er als Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie in Dessau. Nun kehrt Carlos Kalmar, der inzwischen seine künstlerische Heimat beim Oregon Symphony Orchestra in Portland/USA gefunden hat, erstmals wieder zu seinem früheren Orchester zurück. Und er tut das mit Werken zweier Komponisten, die schon während seiner Dessauer Zeit zu seinem bevorzugten Repertoire gehörten. Freuen darf man sich auf die überaus originelle und spritzige Haydn-Sinfonie Nr. 90, die, genau zwischen den berühmteren Pariser und Londoner Sinfonien entstanden, in den Konzertsälen heute leider ein unberechtigtes Schattendasein führt. Sein Lied von der Erde nannte Gustav Mahler »eine Sinfonie für eine Alt- und eine Tenorstimme und Orchester«. Mahler vollendete das Werk im Sommer 1908, drei Jahre vor seinem Tod. Es basiert auf Texten aus der Sammlung Die chinesische Flöte – freien Nachdichtungen chinesischer Lyrik durch den in Dessau geborenen Lyriker Hans Bethge. Rückblick und Vergänglichkeit sind die Leitthemen der von Mahler ausgewählten Gedichte. Sie erzählen von Jugend und Schönheit, von der Schönheit der Welt ebenso wie von deren »morschem Tande« und vom letzten Abschied: »Dunkel ist das Leben, ist der Tod.«