223. Spielzeit 2017/18

4. Sinfoniekonzert

Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert A-Dur KV 219

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Mozarts fünf Violinkonzerte sind die klassischen Werke dieser Gattung. Das Gros entstand 1775, als der 19-Jährige noch als Konzertmeister in der Kapelle des Fürsterzbischofs in Salzburg angestellt war. Auch das fünfte und letzte dieser Reihe (A-Dur KV 219) hat Mozart für sich selbst geschrieben. Der Mozart-Forscher Alfred Einstein konstatiert: »Dies Konzert ist an Glanz, ­Innigkeit, Witz nicht zu überbieten.« Dabei legte der junge Komponist keinerlei Wert auf äußerliche Effekthascherei. Lediglich im Schlussrondo gönnt er sich eine furiose Episode »alla turca«, doch beschließt er das Konzert verhauchend, pianissimo. Eine ganz andere Welt tut sich mit Bruckners 1881 beendeter 6. Sinfonie auf, deren Grundtonart ebenfalls A-Dur ist. Diese helle Tonart wirkt sich deutlich auf den Charakter der Sinfonie aus. Im Vergleich zu den anderen Bruckner-Sinfonien haben wir es hier mit einer pathetisch weniger aufgeladenen Musik zu tun; Schroffheiten sind gemildert, riesig dimensionierte Steigerungsflächen ebenso wie ekstatische Ausbrüche weitgehend vermieden. Das veranlasste schon Eduard Hanslick zu dem Kommentar: »Im Ganzen hat der wilde Komponist etwas an Zucht gewonnen, aber an Natur verloren.« Herzstück der Sinfonie ist das Adagio – ein Satz von berückender Schönheit.


(mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Musikrates und der GVL)

Konzerteinführung jeweils 18.30 Uhr im Foyer
Philharmini am 26. Januar 2018, 18.30 Uhr


DirigentUlrich Windfuhr
SolistTobias Feldmann (Violine)