223. Spielzeit 2017/18

Konzert

5. Sinfoniekonzert


Kurt Weill
Quodlibet op. 9 Suite aus der Pantomime Zaubernacht

Erwin Schulhoff
Ogelala-Suite

Wilhelm Grosz
Ouvertüre zu einer Opera buffa op. 14

Maurice Ravel
Daphnis und Chloe 1. und 2. Suite

Kaum jemals zuvor und danach gab es in Dessau eine solch große Anzahl von Ur- und Erstaufführungen wie in den 1920er-Jahren. Albert Bing, der Lehrer Kurt Weills, amtierte nach dem Weggang von Hans Knappertsbusch als Chef des Dessauer Orchesters und brachte am 14. Juni 1923 ein Werk seines Schützlings zur Uraufführung: Quodlibet op. 9, die Orchestersuite aus der Musik zu Weills Kinderpantomime Zaubernacht. Einen Höhepunkt erreichte die Uraufführungswelle im Jahr 1925 unter Generalmusikdirektor Franz von Hoesslin. Das Ballettmysterium Ogelala des deutschböhmischen Komponisten Erwin Schulhoff, das am 21.11.1925 herauskam, geht auf einen antik-mexikanischen Stoff zurück und enthält Musik von elementarer Gewalt in der Nachfolge von Strawinskys Sacre du printemps. Als Kontrast wurde damals am selben Abend ebenfalls zum ersten Mal die Opera buffa Sganarell des Österreichers Wilhelm Grosz gegeben. Die Ouvertüre dazu war bereits am 19. März gespielt worden. Abschließend erklingen die beiden Suiten aus dem auf einem antiken Hirtenroman fußenden Ballett Daphnis und Chloe (1912) von Maurice Ravel, das bislang noch nie in Dessau aufgeführt wurde!



Musikalische LeitungMarkus L. Frank