7. Sinfoniekonzert

Carl Maria von Weber
Ouvertüre zur Oper Oberon
Rudi Stephan
Musik für Geige und Orchester
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Rudi Stephan galt vor dem Ersten Weltkrieg als Hoffnungsträger einer jungen deutschen Komponistengeneration, die zwar auf den Errungenschaften der Spätromantiker aufbaut, aber deren programmatischen Ballast abwirft und aus der Musik heraus neue formale und harmonisch-klangliche Möglichkeiten erschließt. Stephans früher Tod im Alter von 28 Jahren 1915 als Soldat im Ersten Weltkrieg machte solche Hoffnungen zunichte. Nur wenige Kompositionen Stephans sind überliefert, darunter die einsätzige Musik für Geige und Orchester aus dem Jahre 1913 – ein Stück, das sich mit nichts Bekanntem vergleichen lässt und den aufmerksamen Zuhörer vom ersten Takt an fesselt. Umrahmt wird dieses Werk von zwei Repertoire-Klassikern. In beiden kommt dem Horn als d e m Instrument der Romantik große Bedeutung zu. Mit einem Hornruf, das zauberische Reich des Elfenkönigs ankündigend, beginnt die Ouvertüre zu Webers letzter Oper Oberon (1826). Und mit Hornklängen beginnt auch die 2. Sinfonie von Johannes Brahms. In großer Ruhe breitet sich eine geradezu behagliche Stimmung aus. Doch fehlt es in dieser Sinfonie auch nicht an dramatischen Passagen und dunklen Klängen. Am Ende steht jedoch, genau wie in Webers Ouvertüre, ein schwungvolles und jubelndes Finale.