Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Ein Gastspiel der Oper Halle

Glückliches Gelingen für eine Kooperation zwischen den Kulturinstitutionen in Sachsen-Anhalt: Am Kurt Weill Fest 2017 sind erstmals alle drei Opernhäuser des Landes beteiligt. Den Auftakt für die Kooperation mit dem Opernhaus Halle bildet die wohl wichtigste und kritischste Oper aus dem Œuvre von Kurt Weill. Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny hat das politische Musiktheater des 20. Jahr hunderts geprägt wie kaum ein anderer Stoff. „Erstens vergesst nicht, kommt das Fressen, Zweitens kommt die Liebe dran, Drittens das Boxen nicht vergessen, Viertens saufen, solang man kann. Vor allem aber achtet scharf, daß man hier alles dürfen darf!“, lautet die Maxime der Stadt. Entstanden als Traumstadt für Goldschürfer irgendwo im Nirgendwo soll sie allen Erheiterung und Ablenkung bieten, die es sich leisten können. Der Genuss führt jedoch rasch zum Exzess und die anarchisch-hedonistische Gesellschaft der utopischen Stadt beginnt, sich selbst zu zerstören. Die Geschichte ist eine Warnung vor einem hemmungslosen Umgang mit Menschen und Ressourcen, die bis heute nichts an Brisanz verloren hat. Ob der „Alabama Song“ oder „Auf nach Mahagonny“ – das Werk enthält Evergreens, die Künstler wie Publikum faszinieren. Seien Sie also gespannt, welche Bezüge zur Gegenwart und Vergangenheit der Regisseur Michael von zur Mühlen für seine Inszenierung schafft.

Eine Kooperation des Anhaltischen Theaters Dessau mit dem Opernhaus Halle und dem Kurt Weill Fest.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadtwerke Dessau.