Benjamin Prins wurde 1982 als jüngster von drei Kindern in Lisieux in der Normandie geboren. Als Jugendlicher entschied er sich, sich vom Familienkokon zu isolieren, um Musik, Gesang und Theater zu studieren. Die Scheidung seiner Eltern in der Adoleszenz war ein komplizierter Moment in seinem Leben: Von den Familiendramen eingeholt, nutzt er das Theater, um seine Sensibilität in dramaturgische Inspiration umzuwandeln.

Nach seinem Bachelor in Rechts- und Politikwissenschaft ging er 2007 an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Fach Musiktheaterregie, Abschluss mit Auszeichnung). Sein Ziel ist es, moderne Theaterformen zu entwickeln, die seinem individuellen Stil entsprechen, mit Fokus auf der Komödie, dem phantastischen Genre und antiken Mythen.

Benjamin Prins begann seine Karriere als Assistent von Regisseuren international renommierter Theater (u.a. Andrej Serban an der Wiener Staatsoper, Johannes Weigand am Teatro La Fenice, Benedikt von Peter am Theater an der Wien, Guy Montavon am Shanghai Opera House u.a.). Seine Zusammenarbeit mit Olivier Py im Jahr 2012 für die Inszenierung von Hamlet bestätigte sein Projekt, selber Regisseur zu werden.

Seine erste Inszenierung führt ihn mit The Beggar's Opera zur Nationaloper Montpellier (Frankreich), wo er im Jahr 2014 auch seine eigene Theaterkompagnie "Collectif Faille" gründete, ein Kollektiv zeitgenössischer Künstler, in dessen Rahmen er Antigone inszenierte.

Er wählte schließlich Deutschland, um einen Raum zu finden, wo er seine Kreativität und Ästhetik frei ausdrücken konnte: Er realisierte Inszenierungen von Werther am Staatstheater Braunschweig (2017), Cosí fan tutte im Theater Erfurt (2016), Herzog Blaubarts Burg am Anhaltischen Theater Dessau (2016) und Faust im Theater Erfurt (2015).

Derzeit wohnt Benjamin Prins in Paris, wo er seine zukünftigen Inszenierungsprojekte für internationale Theater vorbereitet (Die Irrfahrten des Odysseus, Fantasio, Die Hochzeit des Figaros) und an seinem ersten Roman schreibt.

Er liefert regelmässig neue Dialogfassungen (u.a. Pariser Leben für die Opéra National du Rhin, Die Prinzessin von Trapezeunt für die Opéra Saint-Etienne und Limoges, Der Insel von Tulipatan und Bataclan für die Wiener Kammeroper), dramaturgische Bearbeitungen (The Beggar's Opera für die Opéra national de Montpellier), und Übersetzungen (Schneewittchen für die Opéra National du Rhin).

Sein Traum ist es, all seine Fachkenntnisse und die im Ausland gesammelten Eindrücke in die Leitung einer kulturellen Institution einzubeziehen.