222. Spielzeit 2016/17

Schauspiel mit Musik

Die Comedian Harmonists

Buch von Gottfried Greiffenhagen
Musikalische Einrichtung von Franz Wittenbrink

»Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen!« Es war eine Anzeige im Berliner Lokal-Anzeiger, mit der Harry Frommermann im Dezember 1927 den Startschuss für eine einzigartige Karriere gab: Unter der Überschrift »Achtung. Selten.« war dort zu lesen, dass der Tenor »schönklingende Stimmen für einzig dastehendes Ensemble« sucht. Wie er die Tenöre Ari Leschnikoff und Erich A. Collin, den Bariton Roman Cycowski und den Bass Robert Biberti fand und mit ihnen und dem Pianisten Erwin Bootz die berühmteste Boygroup der Weimarer Republik formte, erzählen der Autor Gottfried Greiffenhagen und der Arrangeur Franz Wittenbrink in ihrem Schauspiel Die Comedian Harmonists, das Aufstieg und Fall dieses legendären Vokalensembles nachzeichnet. Auf den Bühnen der schillernden Berliner Revue-Theater machten die Sänger, beflügelt durch äußerst erfolgreiche Schallplatten-Aufnahmen, schon bald Karriere – mit Hits wie Veronika, der Lenz ist da oder Mein kleiner grüner Kaktus, Ein Freund, ein guter Freund oder Liebling, mein Herz lässt dich grüßen. Doch während sie in ihren Liedern die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins feierten und 1933 mit 150 Konzerten auf dem Gipfel des Erfolgs angekommen waren, wurde die Existenz der Comedian Harmonists durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten bedroht. Da Collin, Frommermann und Cycowski als »Nichtarier« galten, wurden erste Konzerte abgesagt, nach äußerst erfolgreichen Tourneen durch Dänemark, Norwegen und die USA trennten sich die Musiker 1935. Ihr musikalischer Nachlass aber ist unsterblich – und wird in diesem Schauspiel mit Musik gebührend gefeiert.


Aufführungsdauer: ca. 2 ½ Stunden — eine Pause


Musikalische Leitung/ KlavierMarius Zachmann
InszenierungPeter Wallgram
Bühnenbild und KostümeMarkus Pysall
ChoreografieJoe Monaghan
DramaturgieRaphaela Groh

ErwinMarius Zachmann
AriDavid Ameln
RomanChristian Most
HarryJannik Nowak
ErichJan-Pieter Fuhr
RobertStephan Biener
HansDirk S. Greis

Pressestimmen


„Ein sehr unterhaltsamer Abend, mit humorvollen und auch ernsten Momenten und vielen unvergesslichen Hits der ersten Boygroup Deutschlands. [...] Die Schauspielszenen sind nicht einfach Schmuck für zwischendurch. Ganz im Gegenteil. Die gemischte Besetzung der sechsköpfigen Truppe macht’s möglich [...]. Nicht vergessen werden darf auch Dirk S. Greis, der in zahlreichen kleinen Zwischenrollen, [...] seine Wandlungsfähigkeit bewies [...]. Am Ende gab es begeisterten Applaus, der beim Auftritt der echten „Comedian Harmonists“ am 19. März 1931 im Dessauer „Kristallpalast“ ähnlich gewesen sein dürfte. “

Mitteldeutsche Zeitung, 05.10.2015 ganzen Artikel lesen