Schauspiel

Die Dreigroschenoper

Ein Stück mit Musik
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill

Premiere 2. März 2018, 19 Uhr

»Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht.« Der geschäftstüchtige Bettlerkönig Peachum will das ändern und sorgt dafür, dass die dunklen Bettlergestalten in seinen Diensten auf das Dekorativste in Szene gesetzt werden. Sein Unternehmen floriert, und eigentlich hat er nur einen ernst­zunehmenden Gegner in der Stadt: Mackie Messer, selbst Verbrecher, aber mit besten Beziehungen zum Polizeichef. ­Mackie hat viele Stärken – und eine große Schwäche: seine Leidenschaft für schöne Frauen, die ihn am Ende auch beinahe straucheln lässt.

Inspiriert durch die englische Beggars Opera aus dem 18. Jahrhundert schuf Brecht eine unterhaltsame und zugleich sarkastische Satire, mit der ein System entlarvt wird, in dem Karrieristen auf dem Weg zum Erfolg mitunter über Leichen gehen. Kurt Weill gelang mit seiner Musik zur Dreigroschenoper ein atemberaubender Stilmix aus Tango, Jazz, Blues und Jahrmarkt-Klängen – mit ironischen Seitenhieben auch auf die Gattungen Oper und Operette. Die Moritat von Mackie Messer, das Lied von der Seeräuberjenny oder die Zuhälterballade sind heute Evergreens – die Frage nach dem Wert des Menschen stellt sich in Zeiten wirtschaftlichen Wandels und politischer Krisen immer wieder neu.

Die Dreigroschenoper gehört zu den erfolgreichsten modernen Theaterklassikern – pünktlich zu ihrem 90. Geburtstag wird sie am Anhaltischen Theater Dessau im Rahmen des Kurt Weill Festes neu und opulent in Szene gesetzt.

Eine Kooperation des Anhaltischen Theaters Dessau mit dem Kurt Weill Fest 2018.



Musikalische Leitung Markus L. Frank
Inszenierung und AusstattungEzio Toffolutti
DramaturgieAlmut Fischer