Schauspiel mit Musik

Eine Sommernacht

von David Greig und Gordon McIntyre

Deutsch von Barbara Christ

Premiere 3. März 2017, 20 Uhr (Studio)

Das Leben ist kein Pokerspiel, sondern eine Patience – man muss das Blatt spielen, das man bekommt. Eine Weinbar in Edinburgh. Helena, erfolgreiche Scheidungsanwäl­tin, wird gerade mal wieder von ihrem verheirateten Liebhaber versetzt; Bob, ein abgerissener Kleinkrimineller, wartet auf sei­nen nächsten Auftrag. Für beide hält das Leben und diese Nacht scheinbar nicht mehr viel bereit – also stürzen sie sich in einen betrunkenen One Night Stand. Am nächsten Morgen sind sich beide darüber einig, dass sie sich nicht füreinander interessie­ren und auch überhaupt nicht zusammenpassen. Eigentlich das Ende der Geschichte. Wenn man sich nicht zufällig wiederbe­gegnen würde. Und was keine Zukunft zu haben schien, geht in die zweite Runde: Es beginnt ein schräg­magisches Wochen­ende, und aus der verkorksten Sommernacht wird ein roman­tischer Sommernachtstraum, der am Ende sogar in Erfüllung geht – ganz ohne Shakespeareschen Zauberwald, dafür mit viel britischem Humor und einem ganzen Paket an Neurosen auf ei­ner Achterbahnfahrt widersprüchlicher Gefühle. David Greig und Gordon McIntyre ist mit Eine Sommernacht eine lakonische Komödie über das Leben am Rande des Nervenzusammenbruchs gelungen. Die federleichte Mischung aus Witz und Poesie erzählt von den Ängsten und Träumen im Mittsommer des Lebens, wenn die Tage wieder kürzer werden. Und davon, dass es nie zu spät sein sollte, an eine Veränderung zu glauben.



Regie Jens Schmidl
Mitarbeit RegieGeorg Florian
MusikRichard Arame
Bühnenbild und Kostüme Katharina Sichtling
Dramaturgie Raphaela Groh

HelenaIlli Oehlmann
BobDirk S. Greis
MusikerRichard Arame

»Bei der Premiere am Freitag vergingen 90 Minuten (...) wie im Flug und ohne Längen. Die Zuschauer verließen das alte Theater bestens unterhalten. (...) Temporeich nehmen Illi Oehlmann und Dirk S. Greis die Zuschauer auf diese Weise mit in die Bar, auf eine Hochzeit und sogar auf eine Verfolgungsjagd. (...) Ergänzt wird die Geschichte von Musik, für schöne Gitarrentöne sorgt Richard Arame.«
Ute König, Mitteldeutsche Zeitung, 7.3.2017