222. Spielzeit 2016/17

Jakob Peters-Messer Jakob Peters-Messer wird 1963 in Viersen am Niederrhein geboren. Nach dem Studium der Musiktheaterregie in Hamburg ist er von 1987 bis 1991 als Regieassistent von Götz Friedrich an der Deutschen Oper Berlin tätig und produziert während dieser Zeit Mozarts »La Finta Giardiniera« am Hebbel-Theater. Die Aufführung erhält 1990 den Kritikerpreis der »Berliner Zeitung«. Nach dem Ende seines Engagements an der Deutschen Oper führt ihn die enge Zusammenarbeit mit Nikolaus Lehnhoff in das europäische Ausland und die USA. Seit 1994 arbeitet Jakob Peters-Messer als freischaffender Regisseur. Er lebt in Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt zunächst im Bereich der Neuen Musik und der Barockoper. Ersten Inszenierungen macht er an der Staatsoper Berlin. »Orpheus oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe« (Telemann), »La Didone« (Cavalli) und die Uraufführung »Komödie ohne Titel« (Jan Müller-Wieland). Es folgen Werke von Monteverdi, Cavalli, Mazzocchi, Händel, Keiser, Vinci, Vivaldi, Gluck, Haydn, Mozart. Inzwischen hat sich Jakob Peters-Messer auch das Repertoire des 19. und 20. Jahrhundert mit Verdi, Wagner, Massenet, Puccini, Debussy, Schostakowitsch, Strawinsky erschlossen. Sein besonderes Interesse gilt der Entdeckung unbekannterer Opern wie Max von Schillings »Mona Lisa«, Massenets »Grisélidis«, Mascagnis »Iris« oder Szymanowskis »König Roger«. 2006 bringt er mit »Giulio Cesare« die erste szenische Aufführung einer Händeloper in Israel an der Israeli Opera in Tel Aviv auf die Bühne. Die Uraufführungsinszenierung von Jeffrey Chings »Das Waisenkind« am Theater Erfurt erhält 2010 den Publikumspreis Beste Oper der Spielzeit 2009/2010. Überregionale Beachtung findet auch die Erstaufführung von Meyerbeers »Vasco de Gama« am Theater Chemnitz 2013, seine »Tristan und Isolde«-Inszenierung 2013 für die Nederlandse Reisopera, die von Publikum und Kritikern in den Niederlanden zur Oper des Jahres gewählt wird, sowie die Zusammenarbeit mit Parnassus Arts Productions bei »Catone in Utica« von Lenardo Vinci beim Versailles Festival 2015. In der Spielzeit 2016/17 inszeniert er Wagners »Der fliegende Holländer« am Anhaltischen Theater.