222. Spielzeit 2016/17

Ein heiterer Abend mit Gerald Fiedler, viel Musik und einem Überraschungsgast

Der letzte Einruf!!!

Kultinspizient Leo Polte VIII. erklärt das Theater und die Welt

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Inspizient Leo Polt VIII Gerald Fiedler

Pressestimmen


„Gerald Fiedlers Solo-Projekt „Der letzte Einruf!!!“ basiert auf einer verführerischen Idee. Denn tatsächlich ist das Inspizientenpult ja eine Schnittstelle, an dem über Wohl und Wehe eines Theaterabends entschieden wird. Eine falsche Lichtstimmung oder ein vorzeitig gezogener Vorhang, der nach einer vergessenen Ansage verpatzte Auftritt oder die falsche Ton-Einspielung - es gibt zahllose Möglichkeiten, mit denen ein Inspizient das fragile Bühnenkunstwerk zerstören kann. Dass ihm dennoch nie der verdiente Applaus zuteil wird, ist Teil der Verabredung - und sorgt nun dafür, dass Leo Polte VIII. endlich in das Licht der Scheinwerfer tritt. Schließlich haben sich alle seine Vorfahren das Leben genommen – oft aus Protest! Fiedler präsentiert einen Abend, der ihm auf den Leib geschneidert ist - mit dem gehörigen Pathos des Würdenträgers, der das goldgeprägte Samtalbum mit der Familiengeschichte im geheimen Pultfach verwahrt und den ganzen Apparat mit zwei Hebeln zum Laufen bringt. Und mit dem Übermut des Komödianten, der sich seiner Wirkung wohl bewusst ist und deshalb auch schräge Gesangstöne souverän hält oder das Grinsen über eigene Pointen riskiert. Zu Höchstform läuft er auf, wenn er Kleists „Familie Schroffenstein“ als Programmvorschau auf dem Inhaltsan-Gabentisch zur Schlumpf-Moritat verwandelt oder wenn er dem eigenen Stand ein Ständchen bringt.“

Mitteldeutsche Zeitung, 1.12.2009 ganzen Artikel lesen


„Fiedler plaudert kenntnisreich durch die Geschichte, wenn von 375 Talern im Monat die Rede ist, die der Fürst den Theaterleuten gibt, und es heißt „zum Spielen zu wenig und zum Schließen zu viel“, dann tun sich ganz von allein Parallelen auf und im Publikum gibt es bittere Lacher. Eben dies ist das Schöne an der Einruf-Reihe, sie gibt ihrem Schöpfer und Darsteller jedes Mal aufs Neue Gelegenheit, ganz aktuell zu reagieren. Den Seitenhieben auf Stadtpolitik, den liebevollen Sticheleien gegen die Kollegen – diesmal waren Souffleure Mode, denn, sie neigen dazu, sich hemmungslos zu überschulden“ - setzt Fiedler jedoch immer wieder genaueste Recherche entgegen. „Der letzte Einruf!!!“ kann so auch immer als höchst unterhaltsame und zugleich unaufdringliche Einführung in eine neue Inszenierung begriffen werden. Ebenso hinreißend wie bei der ersten Auflage erzählte Polte auch diesmal wieder in Strophen gepackt die Handlung von „Des Teufels General“. Zum bekannten Schlumpf-Ensemble gesellte sich diesmal ein Playmobil-Held, eine selbst gebaute Junkers-Flughallenkulisse mal wieder war der Schnelldurchlauf pointiert gerafft.“

Mitteldeutsche Zeitung, 6.3.2010