Tanztheater

Junge Choreografen

Uraufführung

Premiere 4. November 2017, 20 Uhr, Studio


Fergus Adderley

Manha manha


Daisuke Sogawa

Almost transparent


Anna-Maria Tasarz

Marriage d’Amour


Julio Miranda

Tango Invierno Porteño


Nicola Brockmann

Desillusionierung


Anna-Maria Tasarz

Klaustrophobie


Vincent Tapia

Paquito


Julio Miranda

Französische Chansons

Ein Tanzabend der besonderen Art entsteht, wenn Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles die Seiten wechseln und ihre ersten eigenen Tanztheater-Stücke vorstellen. In der Hand der jungen Künstlerinnen und Künstler liegen die Entscheidungen zu Raumkonzept, Musikauswahl, Licht und Choreografie. Ensemblemitglieder Daisuke Sogawa, Anna-Maria Tasarz, Nicola Brockmann, Vincent Tapia, Julio Miranda und, zum allerersten Mal auf der Dessauer Bühne, Fergus Adderley entwickeln einen Abend, der das Publikum in eine Welt des Tanzes entführt – eine neue Welt, die zusammen mit ihren Schöpfern auf Entdeckung wartet. Jedes einzelne Tanzstück ist eine Uraufführung. Die Zuschauer werden die Möglichkeit haben, in verschiedene Gefühlswelten einzutauchen: Romantik und Witz, aber auch Trauer und Verbitterung werden spürbar sein.
Bei den Vorstellungen im Studio des Alten Theaters findet der neue mobile Schwingboden erstmalig Verwendung, den die Stiftung der Freunde des Anhaltischen Theaters finanziert hat.



»Das war ein Abend, der zeigte, wozu Tanztheater fähig ist. [...] Das war ein Abend, der bewies, was junge Künstler in der Lage sind zu leisten [...]. Und es tat wohl, dass bei aller Ernsthaftigkeit der Spaß und eine gehörige Prise Selbstironie nicht zu kurz kamen. […] Doch auch der Kontrastreichtum war gewollt und sorgte für Spannung. Das zeigten sowohl die berührenden Soli von Nicola Brockmann und von Johanna Raynaud als auch das tänzerische Ineinandergreifen von Maria-Sara Richter und Daisuke Sogawa […].
Ob dieser oder jener in zehn Jahren mit seinen Ideen auf den Bühnen in Berlin oder Dresden für Begeisterung sorgt [...]? Nicht unwahrscheinlich. Und sehr schön, wenn das Berliner oder Dresdner Publikum so einer tollen Zukunft entgegensehen darf. Vorerst jedoch wäre es prima, dieses tolle Ensemble bliebe dem Anhaltischen Theater und der Region noch eine Weile erhalten.«

Andreas Behling, Zerbster Volksstimme, 8. November 2017