Ihre Assistenzzeit in Kostüm- und Bühnenbild absolvierte Kathlina Anna Reinhardt am Theater Konstanz. Schon während ihrer Zeit als Ausstattungsassistentin entwickelte sie eigene Kostüm- und Bühnenbilder, unter anderem das 24hDrama – Ein Schreib und Inszenierungswettlauf gegen die Zeit in der Regie Benno Heisel, und Die Präsidentinnen und I hate myself, I want to day – Eine Nacht mit Kurt Cobain in der Regie Stefan Eberle, Die Räuber in der Regie Philipp Teich, sowie die Jugendclub Produktionen Elektra.Orestes.Amok und Happy Town.
In Bochum eröffnete sie mit vier weiteren Künstlerinnen das atelier automatique. Dafür gründete sie den Verein Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums e.V. mit, in dem sie als stellvertretende Vorstandsvorsitzende mitwirkt.
Des Weiteren schloss sie sich als Kostüm-und Bühnenbildnerin dem freien Künstlerkollektiv Progranauten an. Ein Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die Durchbrechung manifestierter und für selbstverständlich wahrgenommener Sichtweisen, aber auch das kritische Hinterfragen von zeitgenössischen Arbeitsweisen, die bereits versuchen, diese zu durchbrechen. Narrationen ergeben sich in den Arbeiten der Progranauten auf unterschiedlichste Weise. Im Fokus der Arbeiten steht vor allem der Umgang mit aleatorischen Prinzipien und der Frage, wie die Verantwortung eines Theaterabends mit der Zuschauerschaft geteilt werden kann. Seitdem arbeitet sie mit den unterschiedlichsten Projekten in der freien Szene und weiterhin an Stadt- und Landestheatern, unter anderem entwarf sie die Kostüme und die Bühne für Sonnenallee in der Regie Michaela Kuczinna in Herne, Kasten eine Uraufführung in der Zeche 1 in Bochum, sowie Wanne-Eickel – Eine tragisch-komische Collage für 15 Personen, und Kirschgarten am Landestheater Anklam in der Regie Swentja Krumscheidt, mit der sie auch in der Spielzeit 2017/18 am Anhaltischen Theater Dessau für Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel zusammenarbeitet.