10.09.10, 19.30 Uhr,
Großes Haus
1. Sinfoniekonzert
17.09.10, 19.30 Uhr,
Großes Haus
Zauber der Operette
30.09.10, 19.30 Uhr,
Großes Haus
2. Sinfoniekonzert
01.10.10, 19.30 Uhr,
Großes Haus
2. Sinfoniekonzert
02.10.10, 15.30 Uhr,
Schloss Georgium
Kammerkonzert zum Schumann-Jahr
07.10.10, 16.00 Uhr,
Großes Haus
Zauber der Operette
09.10.10, 18.00 Uhr,
Großes Haus
Philharmonisches Musikschulkonzert
12.10.10, 10.30 Uhr,
Anhaltisches Theater Dessau
Musikalische Schnitzeljagd
16.10.10, 19.30 Uhr,
Großes Haus
Sink hernieder, Nacht der Liebe
Premiere
17.10.10, 11.00 Uhr,
Marienkirche
1. Konzert des Anhaltischen Kammermusikvereins

Anhaltische
Philharmonie
Dessau
Die Anhaltische Philharmonie auf
Mitglieder
Antony Hermus Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie
Daniel Carlberg 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD
Wolfgang Kluge Kapellmeister und Studienleiter
Dorothee Dietz,
Stefan Neubert, Boris Cepeda
Korrepetitoren
Russell N. Harris, Charles Olivieri-Munroe
Gastdirigenten
Orchestervorstand
Ekkehard Neumann (Vorsitzender), Jörn Kerber, Jens Uhlig
Orchester
1. Violinen
Myra van Campen-Bálint 1. Konzertmeisterin
KM Martin Schulze stellv. 1. Konzertmeister
Katja Wallraf Vorspielerin
Monika Roth, Eva Fassmann, Heidrun Fels, Thomas Fichtner, Renate Fichtner,
Eva Müller-Friedrich, Jörn Kerber, Weronika Ambrosio, Kateryna Yaroshuk, Kristina Atanasova
2. Violinen
Susanne Dudicz Stimmführerin
Alexander Usunov stellv. Stimmführer
Reinhard Lutz Vorspieler
Ellen Moede, Jeanette Neumann, Christiane Thal, Claus Ludwig, Johannes Schmidt, Uta Hauser,
Gerd Niedenführ, Maren Lange
Violen
Claudia Michaelsen Solobratsche
Svetla Kambourova stellv. Solobratsche
Wolf-Jürgen Gander Vorspieler
Michiaki Manda, Rainer Gessat, Frank Mahlo, Susanne Wunnenburger, Satoko Iwasaki
Violoncelli
Matthias Wilde Solocellist
Gerald Manske stellv. Solocellist
Claudius Lepetit Vorspieler
KM Maurice Lepetit, Guido Ruhland, Ulrike Wagner, Doreen Büring
Kontrabässe
Ingo Burghausen Solokontrabassist
Ekkehard Neumann stellv. Solokontrabassist
Bernd Schliephacke Vorspieler
Jens Wagner, Maria Jedamczik, Sven Rössel
Flöten
Beate Ann-Neumann Soloflötistin
Aline Vannuys stellv. Soloflötistin
Uta Marincas, Frauke Groß
Oboen
Uwe Städter Solooboist
Anne-Catherine Pignot stellv. Solooboistin
Almut van Drünen (Solo-Englischhorn), Maddy Aldis-Evans
Klarinetten
KM Reinhard Gutte Soloklarinettist
Holger Hepp stellv. Soloklarinettist
Thomas Hallmann, Erich Wagner
Fagotte
Stefan Siebert Solofagottist
Sabine Brell-Ludwig stellv. Solofagottistin
Ulrich Jäger-Marquardt, Georg Eckert
Hörner
Paul Goodman Solohornist
Daniel Costello stellv. Solohornist
Nicolae Apostol, Dietmar Adam, Jürgen Steudtner, Yuji Takajanaki
Trompeten
Karsten Iwanow Solotrompeter
Josif Hatos stellv. Solotrompeter
Norbert Messing, Arne Lagemann
Posaunen
Andreas Schwarz Soloposaunist
Petru Hartobanu stellv. Soloposaunist
Rüdiger Heinrich, Dietrich Schwartz
Tuba
Jens Uhlig
Pauken /Schlagzeug
KM Klaus Hauser Solopauker
Lars Wodner stellv. Solopauker
Andreas Meier, Jacob Janke
Harfe
Christine Schreiber Soloharfenistin
Orchestersekretär Manfred Kersten
Orchesterwarte Detlef Gohr, Thomas Heinrich-Riehmer
Aus der Geschichte des Dessauer Orchesters
Die Anhaltische Philharmonie ist ein historisch gewachsener Klangkörper mit moderner Ausstrahlung in die Stadt Dessau-Roßlau und darüber hinaus. Als eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester des Landes Sachsen-Anhalt reichen die Anfänge in das Jahr 1766 zurück, als Friedrich Wilhelm Rust auf Wunsch des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau mit dem Aufbau einer Hofkapelle begann. Musizierten damals kaum mehr als ein Dutzend ständige Mitglieder, so erhöhte sich ihre Zahl in den nächsten Jahren bereits derart, dass anspruchsvolle Konzerte, die über den Rahmen der üblichen Hofmusik hinausgingen, veranstaltet werden konnten. So erklang zum Karfreitag 1768 C. H. Grauns Passionsoratorium „Der Tod Jesu“ in der Johanniskirche, und am 3. Januar 1770 eröffnete Rust mit seiner Kapelle eine Reihe von Liebhaberkonzerten gegen Abonnement und Eintritt. 1775 erfolgte Rusts Ernennung zum „Fürstlichen Musikdirektor“. Seit 1794, dem Jahr des festen Engagements einer Theatertruppe in Dessau, bilden die Musiker eine unverzichtbare Säule für Musiktheateraufführungen aller Genres. Frühzeitig setzte man sich in Dessau für das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts ein.
1820 konnte mit dem als Oratorienkomponist bekannten Friedrich Schneider ein neuer fähiger Leiter für die Herzogliche Hofkapelle engagiert werden. In die 33 Jahre seines Wirkens fallen wichtige Opernerstaufführungen (u.a. Beethoven, Weber, Rossini, Lortzing), die Schaffung der Anhaltischen Musikfest-Tradition und das legendäre Virtuosenkonzert Niccolò Paganinis (1829).
Eduard Thiele, Schüler Schneiders und 1853 dessen Nachfolger als Hofkapellmeister, wurde zum Begründer der Dessauer Wagner-Tradition (1857 „Tannhäuser“, 1867 „Lohengrin“, 1869 „Meistersinger“). Persönliche Begegnungen zwischen Wagner und den Dessauer Künstlern förderten das gegenseitige Verständnis. Und so vermochten die Dessauer 1876 dem Orchester der ersten Bayreuther Festspiele 12 Musiker beizusteuern, u.a. den Hornisten Karl Demnitz, der als erster den „Siegfried-Ruf“ blies und dafür Wagners besonderes Lob erntete. Doch auch in Dessau selbst nahmen die Wagner-Aufführungen am Ende des Jahrhunderts zu. Schon 1893 brachte August Klughardt (Hofkapellmeister von 1882 bis 1902) den gesamten „Ring des Nibelungen“ zur geschlossenen Aufführung. Aus jener Zeit stammt der Ruf Dessaus als „Bayreuth des Nordens“.
In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg gab es mit Generalmusikdirektor Franz Mikorey eine umfangreiche Gastspieltätigkeit, die das Opernensemble und mit ihm das stets gerühmte Orchester u.a. nach Budapest und Bukarest führten. Neu in den Konzerten jener Ära waren Kompositionen von Bruckner, Liszt und Richard Strauss.
Nach der kurzen Amtszeit von Hans Knappertsbusch (1919 – 1922) erlebten die Dessauer in den zwanziger Jahren unter den Chefdirigenten Franz von Hoeßlin und Arthur Rother eine große Anzahl von Ur- und Erstaufführungen neuer avantgardistischer Werke in Oper und Konzert. Es erklang erstmals Musik von Arnold Schönberg, Kurt Weill (geb. 1900 in Dessau), Ernst Krenek, Igor Strawinsky und Béla Bartók. Bedeutende Künstler wurden als Gäste gewonnen, so die Dirigenten Hans Pfitzner und Hermann Abendroth oder die Pianisten Edwin Fischer und Wilhelm Kempff.
Generalmusikdirektor Helmut Seidelmann (1934 – 1951) blieb es vorbehalten, das Orchester über die schwierige Zeit von Faschismus, Krieg und Nachkrieg zu führen. Er stand am Pult, als das neue Theatergebäude 1938 mit dem „Freischütz“ eröffnet und nach der Zerstörung 1949 mit der „Zauberflöte“ wiedereröffnet wurde.
1954 begann mit dem Amtsantritt von Dr. Heinz Röttger (1909 – 1977) eine der fruchtbarsten Epochen der Orchestergeschichte. Der als Dirigent, Orchestererzieher, Kammermusiker und Komponist gleichermaßen geschätzte Künstler war in allen Stilbereichen zu Hause. Die Richard-Wagner-Festwochen der fünfziger und sechziger Jahre gestalteten sich unter seiner Leitung zu herausragenden künstlerischen Ereignissen. Röttgers besonderes Anliegen galt darüber hinaus der Neuen Musik, die er regelmäßig in seine Konzertprogramme aufnahm. Seine Nachfolger auf der Position des Chefdirigenten, Manfred Hänsel, Wolfgang Wappler und Hans-Jörg Leipold, knüpften an die großen Traditionslinien (Wagner-Verdi-Strauss-slawische Komponisten) an und setzten eigene Akzente. Im Herbst 1991 wurde das 225-jährige Orchesterjubiläum mit einer Festwoche feierlich begangen.
Von 1992 bis 1995 war Professor Daniel Lipton künstlerischer Leiter des Ensembles, das seit Oktober 1992 den Namen „Anhaltische Philharmonie Dessau“ führt. Im Amt des Chefdirigenten folgten 1996 der Österreicher Carlos Kalmar (bis Sommer 2000) und 2001 Golo Berg (bis 2009). Gastverpflichtungen des Orchesters außerhalb Dessaus (z.B. wiederholt zum Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt, zu Konzerten im Konzerthaus Berlin, Tournee mit dem Tenor José Cura, Japan-Tournee des Anhaltischen Theaters Dessau mit „Salome“ und „Der fliegende Holländer“) sowie Rundfunk-Mitschnitte und CD-Produktionen zeugen von der überregionalen Reputation des Orchesters. Im August 2009 trat der Niederländer Antony Hermus das Amt des Chefdirigenten an.
Philharmonie on Tour
26. Dezember 2010, 20 Uhr, Konzerthaus Berlin
Dirigent: GMD Antony Hermus, Solist: Alexander Sitkovetsky, Violine
Peter Tschaikowski:
"Schwanensee"-Suite
Violinkonzert D-Dur op. 35
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 "Winterträume"
15. Juli 2010, 19.30 Uhr, Gendarmenmarkt Berlin (Classic Open Air)
Dirigent: Antony Hermus
„First Night“
17. Juli 2010, 19.30 Uhr, Gendarmenmarkt Berlin (Classic Open Air)
Dirigent: Antony Hermus
Werke von Peter Tschaikowski
Medien (CDs und DVDs)
CDs
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Dirigent: Daniel Lipton
Solist: Igor Oistrach, Violine
(Doppel-CD, Dessauer Theater-Edition 1 / 2, 1994)
Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61
Dirigent: Daniel Lipton
Solist: Igor Oistrach, Violine
(CD, Dessauer Theater-Edition 2, 1994)
„Unter Donner und Blitz“
Ein Neujahrskonzert im Anhaltischen Theater Dessau
Dirigent: Heiko Mathias Förster
Solisten: Ursula Prem, Sopran; Gerhard Siegel, Tenor
(CD, Dessauer Theater-Edition 4, 1996)
Richard Strauss: „Salome“
Dirigent: Golo Berg
Mit Eilana Lappalainen (Salome), Ilona Streitberger (Herodias),
Jana Frey (Page), Klaus-Dieter Lerche (Jochanaan), Hans-Dieter Bader (Herodes), Randall Reid-Smith (Narraboth)
(Doppel-CD, Live-Mitschnitt von 2001)
August Klughardt: „Auf der Wanderschaft“, Suite op. 67
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 D-Dur D200
Dirigent: Golo Berg
(CD Antes-Edition, 2003)
Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 22
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der neuen Welt“
Dirigent: Golo Berg
Solist: Franz Vorraber, Klavier
(CD Thorofon, 2003)
Jaan Rääts: Sinfonie Nr. 5 op. 28
Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 83
Dirigent: Golo Berg
Solist: Peter Rösel, Klavier
(CD Antes-Edition, 2004)
Franz Xaver Neruda: Cellokonzerte 1 – 5
Dirigent: Golo Berg
Solistin: Beate Altenburg, Violoncello
(Doppel-CD cpo, 2005)
„In einem Meer von Tönen“
l’arc six und die Anhaltische Philharmonie Dessau
Dirigent: Golo Berg
(CD, 2007)
„in every detail“
l’arc six mit dem Jugendchor der Landesschule Pforta und der Anhaltischen Philharmonie Dessau
Dirigent: Golo Berg
(CD, 2009)
Diese CDs erhalten Sie an der Theaterkasse im Dessauer Rathaus-Center, beim Abenddienst im Anhaltischen Theater oder über den einschlägigen Internet-Handel.
DVDs
Engelbert Humperdinck: „Hänsel und Gretel“
Inszenierung: Johannes Felsenstein
Dirigent: Markus L. Frank
Mit Ludmil Kuntschew (Vater, Knusperhexe), Alexandra Petersamer (Mutter), Sabine Noack (Hänsel), Cornelia Marschall (Gretel), Viktorija Kaminskaite (Sandmännchen, Taumännchen)
(Arthaus, 2008)
Richard Wagner: „Tristan und Isolde“
Inszenierung: Johannes Felsenstein
Dirigent: Golo Berg
Mit Richard Decker (Tristan), Marek Wojciechowski (König Marke), Iordanka Derilova (Isolde), Ulf Paulsen (Kurwenal), Kostadin Arguirov (Melot), Alexandra Petersamer (Brangäne), Jörg Brückner (Seemann, Hirt), Nico Wouterse (Steuermann)
(Arthaus, 2008)