Oper in konzertanter Aufführung

Lakmé

Musik von Léo Delibes Text von Edmond Gondinet und Philippe Gille nach Motiven des Romans Rarahu ou Le Mariage de Loti von Pierre Loti

»Mein Himmel ist nicht der deine.« Mindestens eine Melodie aus Lakmé ist in Konzerten, Radioprogrammen und in der Werbung im Dauereinsatz: Das sogenannte ›Blumenduett‹ mit seiner einschmeichelnd wiegenden Melodie. Allerhöchste Zeit, die ganze Oper Léo Delibes', des Komponisten des Ballettklassikers Coppélia, kennen zu lernen. Denn die Musik ist durchweg von einem besonderen Charme geprägt, sie quillt förmlich über vor zarter, liedhafter Melodien. Schon während der Uraufführung 1883 in Paris mussten mehrere Arien wiederholt werden. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Lakmé eine der am häufigsten aufgeführten französischen Opern.

Indien zur Zeit der englischen Kolonialzeit. Im bedenkenlos betretenen Garten eines Tempels verliebt sich Gérald, ein englischer Offizier, in die Tochter eines Brahmanen, Lakmé. Der Brahmane zwingt seine Tochter dazu, auf einem Marktplatz zu singen, um den Ungläubigen anzulocken, der seine Tochter entehrt und das Heiligtum entweiht hat. Bald erscheint Gérald, und Nilakantha verübt ein Attentat auf ihn. Der schwer verletzte Gérald wird an einem abgeschiedenen Ort von Lakmé gepflegt, die von einer gemeinsamen Zukunft träumt. Sie hat für den Engländer alle Brücken hinter sich abgebrochen. Ein Freund Géralds erreicht das Paar und schafft es, Géralds schlechtes Gewissen seiner Heimat gegenüber wach zu rütteln. Als Lakmé begreift, dass Gérald gehen wird, nimmt sie Gift.

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 27. Mai 2016, 19.30 Uhr
Aufführungsdauer: ca. 2 1/2 Stunden - Eine Pause



Musikalische LeitungWolfgang Kluge
KonzertdramaturgieFelix Losert

LakméAngelina Ruzzafante
MallikaRita Kapfhammer
GéraldMarcel Reijans
NilakanthaKS Ulf Paulsen
Ellen Cornelia Marschall
RoseJagna Rotkiewicz
Mistress BentsonRita Kapfhammer
FrédéricAdam Fenger
HadjiDavid Ameln
Ein WahrsagerAlexander Nikolić
Ein chinesischer KaufmannDavid Ameln
Ein StraßendiebPaweł Tomczak

Anhaltische Philharmonie
Opernchor des Anhaltischen Theaters

Pressestimmen


„Die gute Nachricht: es gibt „Lakmé“ wenigstens konzertant, und das Anhaltische Theater nimmt das ernst. Sozusagen im vollen Orchester-Ornat und mit allem vokalen Luxus, zu dem das Haus ja aus eigener Kraft fähig ist. [...] Rita Kapfhammer in der Rolle der Lakmé-Vertrauten Mallika steuert ihren intensiven und eindrucksvoll artikulierten Mezzopart bei (sie ist auch die Mistres Bentson). In den kleineren Partien sind Adam Fenger (als Frédéric), David Ameln (als Hadji und chinesischer Kaufmann), Alexander Nikolic (als Wahrsager) und Pawel Tomaczak (als Straßendieb) voll bei der Sache. Zusammen mit den Musikern der Anhaltischen Philharmonie und Wolfgang Kluge am Pult entfaltet die Musik so ihr betörendes Flair - und auch ohne Inszenierung einen Teil der dramatischen Brisanz dieser Version einer scheiternden Liebe. Die Reise nach Dessau lohnt, weil man mal nicht nur den Hit (das Blumenduett) dieser Oper, sondern das Ganze geboten bekommt."

Mitteldeutsche Zeitung, 01.06.2016