223. Spielzeit 2017/18

Michael Tews wurde in Hamburg geboren und besuchte dort zunächst eine Schauspielschule, bevor er sich 1990 zu einem Gesangstudium bei Prof. Antonis Constantino an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main entschloss. Während dieser Zeit arbeitete er auch mit dem Bassisten Manfred Schenk.
Noch während des Studiums gastierte der Bassist an verschiedenen Opernhäusern, so am Staatstheater Darmstadt, dem Staatstheater Mainz, dem Theater Augsburg und an der Berliner Kammeroper. Nach Beendigung seines Studiums wurde er fest an das Landestheater Coburg engagiert. Weitere Festengagements hatte der Sänger am Theater Krefeld/Mönchengladbach, dem Theater Erfurt, den Wuppertaler Bühnen und dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, wo er bereits nach der ersten Spielzeit den Theaterpreis der Stadt Gelsenkirchen verliehen bekam. Sein Repertoire umfasst mittlerweile viele große und wichtige Partien des Bassfachs.
Auch in der zeitgenössischen Musik kann Michael Tews zahlreiche Erfolge vorweisen.
In der Uraufführung Waiting for the Barbarians von Philip Glass sang er die Partie des Officer Mandel unter der Leitung von Dennis Russel Davies und trat damit auch an der Nederlandse Opera Amsterdam, sowie in der Barbican Hall in London auf. Eine CD dieser Produktion erschien im Mai 2008 bei Orange Music New York.
2009 sang er den Usciere in der Uraufführung von Sciarrinos La Porta della Legge an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Aufführungen mit dieser Partie am Nationaltheater Mannheim, beim Lincoln Center Festival in New York und schließlich 2014 am Teatro La Fenice in Venedig. Im November 2011 sang Michael Tews den Osmin in Mozarts Die Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Frans Brüggen unter anderem im Concertgebouw Amsterdam.
Im April 2012 gastierte Michael Tews ebenfalls unter der Leitung von Frans Brüggen als Jesus in der Johannespassion von J.S. Bach auf einer Tournee durch die Niederlande und Österreich.
Jüngste Konzertverpflichtungen führten Michael Tews u.a. nach Stavanger (Mozarts Requiem mit dem Stavanger Symphony Orchestra), Luxemburg (zu Aufführungen und CD-Aufnahmen von Jean-Pierre Kemmers Passion selon Saint Jean mit dem Orchester Philharmonique de Luxembourg), zur Radiokammerphilharmonie des Niederländischen Rundfunks (Kurt Weills Kantate Vom Tod im Wald) und nach Rotterdam (zu einer Aufführung und CD-Aufnahme von Beethovens 9. Symphonie mit Frans Brüggen und dem Orchestra of the 18th Century).
Michael Tews entschloss sich dazu, ab der Spielzeit 2013/2014 freischaffend zu arbeiten und gastierte seitdem u.a. als Ochs auf Lerchenau in Der Rosenkavalier am Musiktheater im Revier, als Großinquisitor in Don Carlo am Theater Lübeck, an der Opéra de Lausanne als Falstaff in Die lustigen Weiber von Windsor, am Teatro La Fenice in Venedig als Usciere in Sciarrinos La Porta della Legge, am Theater Detmold als Sarastro in Die Zauberflöte und abermals am Theater Lübeck als Rocco in Fidelio. Seit Januar 2016 singt er den Ferrando im Il Trovatore von Verdi am Anhaltischen Theater Dessau. Im Juni folgt der Daland in Der Fliegende Holländer ebenfalls am Anhaltischen Theater Dessau sowie in einer Open-Air Produktion auf der Halde Haniel in Bottrop. Ausserdem ist eine konzertante Aufführungsserie als Rocco in Beethovens Fidelio mit dem Orchestra of the 18th Century unter Jonathan Darlington in Amsterdam, Rotterdam und Paris geplant.