223. Spielzeit 2017/18

Oper konzertant

Samson et Dalila

Oper in drei Akten
Musik von Camille Saint-Saëns
Libretto von Ferdinand Lemaire
nach dem Buch der Richter aus dem Alten Testament

Premiere 3. Juni 2017, 19 Uhr

Du glaubtest an diese Liebe - sie hat dich in Ketten gelegt. Der für seine übermenschlichen Kräfte verehrte hebräische Heerführer Samson befreit sich und seine Mitgefangenen aus der Hand der Philister. In der rückeroberten Stadt begegnet er in einer Gruppe gefangener Philisterfrauen der schönen Dalila, seiner ehemaligen Geliebten. Als Samson Dalilas Einladung in ihr Haus folgt, ruft sie die Schergen der Philister herbei, die den überraschten Samson gefangen nehmen können. Samson, dem sein Augenlicht und mit dem Haupthaar auch seine Stärke genommen wurde, muss als Sklave arbeiten. Er wird einer Versammlung von Philistern als wehrloses Opfer ihres Spottes vorgeführt. Samson bittet seinen Gott, ihm ein letztes Mal Kraft zu verleihen und kann, als er die tragenden Säulen des Gebäudes umstößt, im einstürzenden Saal tausende von Philistern mit sich in den Tod reißen. Die biblische Geschichte von dem hebräischen Anführer Samson und der betörenden Philisterin Dalila erzählt von Liebe, Verrat und grausamer Rache. Camille Saint-Saëns schrieb dazu ein Meisterwerk, das von wuchtigen Chören bis hin zu den klang-sinnlichen Verlockungen Dalilas alle Register der romantischen Musik zieht. Nicht zuletzt die exotischen Orchesterfarben in der berühmten Ballettmusik runden das Werk ab.

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln.



Musikalische Leitung Elisa Gogou
Dramaturgie Felix Losert

Dalila Rita Kapfhammer
Samson Ray M. Wade, Jr.
Oberpriester des DagonKS Ulf Paulsen
Abimélech, Satrap von GazaMichael Tews
Ein alter HebräerDominic Barberi
Ein Kriegsbote der Philister Alexander Dubnov
Erster Philister Leszek Wypchlo
Zweiter Philister Paweł Tomczak
Opernchor des Anhaltischen Theaters Dessau
Anhaltische Philharmonie Dessau

»[…] In der Tat bestimmen und ›beherrschen‹ sie [Ray M. Wade, Jr. und Rita Kapfhammer] das individuelle Kampfgeschehen ihrer zwei Figuren in der wie für sie geschaffenen Arena; er vermag es beispielsweise ganz abrupt […] spitzeste Höhen zu erklimmen; sie schöpft ihrerseits die ganze Skala ihrer zwischen hoch klingendem Mezzo und rumorend-schwarzem Alt wechselnden Stimmpalette aus. Auch soll das herrlich-ausgeglichene Sonorium von Dominic Barberis Bass […] Erwähnung finden. Überhaupt nicht minder exklusiv Ulf Paulsens expressive Rollendarstellung des Dagon-Oberpriesters. […] Langanhaltende Begeisterung.«

Andre Sokolowski, 5. Juni 2017, kultur-extra.de - zum ganzen Bericht.

»[…] Schon der Schluss des ersten Akts reicht in zauberischer Intensität an das Duett heran – in Dessau verklingt es einfach wunderbar, weil die Anhaltische Philharmonie Dessau unter der Leitung der Kapellmeisterin Elisa Gogou den echten Saint-Saens mit seinen stilistischen Anklängen an die Musik der ›Alten‹ (Mendelssohn, Händel, sogar Bach) wie mit seinen originellen und exotistischen Kunststücken sehr subtil ins Heute bringt. […] Beim Bacchanal aber und besonders beim Opfergesang für den Philistergott Dagon erlebt man pure Zukunftsmusik […]. Das Drama wird durch die Musik, ja durch die Sänger gemacht; […]. Mit Rita Kapfhammer und Ray M. Wade, Jr. steht denn auch ein ganz wunderbares Paar auf der Bühne: ein vokales ›Traumpaar‹ […]. Wunderbar, mit welchem edlen und vitalen Timbre sie [Rita Kapfhammer] in die Verführung einsteigt […]. Er [Ray M. Wade, Jr.] kann alles: hymnisch tönen – und delikat gestalten. […] Auf jeden Fall ersingt er sich mit seiner vollkommenen Rollengestaltung die Liebe des Publikums, das keine Szene benötigt, um vom politisch inspirierten Liebesdrama gebannt zu sein. […] Also: Ein voller Erfolg, der unter der Leitung von Elisa Gogou die Saison glanzvoll abschloss. […]«

Frank Piontek, 5. Juni 2017, deropernfreund.de – zum ganzen Bericht

»[…] Unter der musikalischen Leitung von Elisa Gogou schufen die Musiker ein beeindruckendes Klangbild der Oper […]. Zusammen mit den Solisten des Dessauer Ensembles, Rita Kapfhammer als Dalila, Ray M. Wade, Jr. in der Rolle des Samson und Kammersänger Ulf Paulsen als Oberpriester des Dagon überzeugt die Anhaltische Philharmonie mit sehr facettenreichen Klängen. [Die] Musiker [begleiten] kraftvoll und energisch die großen Chorszenen im ersten und dritten Akt. Beeindruckend liebliche und leichte Klangfarben malen sie in den orchestralen Zwischenspielen […]. Eine überaus gelungene Premiere, am Ende gibt es stehende Ovationen dafür.«

Franziska Olschewski, 6. Juni 2017, Mitteldeutsche Zeitung