223. Spielzeit 2017/18

Sebastian Kennerknecht wuchs in der Umgebung von Würzburg auf und begann dort seine musikalische Ausbildung. Am Hermann-Zilcher-Konservatorium war er Jungstudent im Fach Klavier (E. Török). Über das Bistum Würzburg erhielt er Unterricht auf der Orgel und eine Ausbildung zum C-Kirchenmusiker (A. Boltz, St. Walter, A. Leicht). Mit dem Studium im Fach Korrepetition und Dirigieren an den Musikhochschulen in Weimar (Prof. H.-Chr. Steinhöfel) und Hamburg (Prof. Prick) legte Sebastian Kennerknecht seinen Schwerpunkt auf die Oper. Während des Studiums galt seine besondere Leidenschaft der Chormusik: er übernahm die Leitung eines gemischten Chores und begleitete die Proben des Chores von St. Michaelis in Hamburg unter Chr. Schoener. Im Jahr 2004 war er Stipendiat des Wagnervereines Hamburg. Seit 2005 arbeitete Sebastian Kennerknecht als Solorepetitor und Kapellmeister an den Opernhäusern in Heidelberg, Gießen und ab 2009 am Staatstheater Nürnberg. Er assistierte in dieser Zeit als Pianist und Dirigent vielen namhaften Dirigenten, darunter: Christof Prick, G. J. Rumstadt, Marc Tardue, Cornelius Meister, Philipp Pointner, Carlos Spierer, Michael Schneider, Hervé Niquet u.A. Mit der Übernahme von Donizettis Oper Emilia di Liverpool und der Wiederaufnahme von G. Rossinis Viaggio a Reims stand er erstmalig am Pult der Staatsphilharmonie Nürnberg. Hier war er auch in mehreren Kinderkonzerten, Ballettvorstellungen (Cinderella, Romeo und Julia, S. Prokoffiev) und in G. Bizets Carmen als Dirigent zu erleben. Als musikalischer Leiter des Konzertchores des Lehrergesangvereins Nürnberg brachte er zuletzt gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern von J. Brahms Ein Deutsches Requiem und von J. Haydn Die Schöpfung zur Aufführung. Ab der Spielzeit 2015/16 ist Sebastian Kennerknecht Chordirektor am Anhaltischen Theater in Dessau.