222. Spielzeit 2016/17

Vollmundige Abende

Spätlese


Vielerorts wird derzeit das Verschwinden der Literatur aus dem Theater beklagt. Gegen dieses Lamento, das übrigens so alt wie der Streit um das so genannte Regietheater ist, wollen wir ein deutliches Zeichen setzen: Die Spätlese ist offen für Aphorismen und Gedichte, Erzählungen und Novellen, Romane und Satiren – ein Abend vor dem Bücherregal, begleitet von einem guten Glas gleichnamigen Weins.

Eintritt frei.

4. Ausgabe 2016/17

8.04.2017 - 20.30 Uhr | Altes Theater/Foyer

»Komm mit nach Madrid«

Im Mittelpunkt der vierten Ausgabe der Spätlese steht Eduard Künneke, der Meister der Operette Lady Hamilton. Mit Sabine Müller ist eine ausgewiesene Künneke-Expertin zu Gast, die aus dem bewegten Leben des Komponisten erzählt. Gemeinsam mit Generalintendant Johannes Weigand, der die Operettenrarität am Anhaltischen Theater in Szene gesetzt hat, spricht sie über den Reichtum seiner Musik. Musikalische Kostbarkeiten aus den selten zu hörenden Werken Künnekes präsentieren David Ameln und Annika Boos.

Mit David Ameln, Annika Boos, Sabine Müller, Johannes Weigand
Klavier Laura Bos

3. Ausgabe 2016/17

18.02.2017 - 20 Uhr | Altes Theater/Foyer

»Voll ins Herz!«

Die erste Spätlese des neuen Jahres steht ganz im Zeichen des wohl schönsten und manchmal auch traurigsten Gefühls der menschlichen Seele: der Liebe. Von Romeo und Julia über Tristan und Isolde bis hin zu Jack und Rose auf der Titanic. Welche Worte wurden gefunden, um diesem Gefühl Ausdruck zu verleihen? Wurden sie erwidert, und gab es auch ein Happy End? Was schrieb Mozart seiner Constanze, und mit welchen Worten eroberte Lord Nelson das Herz von Lady Hamilton? Dieser Abend widmet sich in charmanter Weise einigen der wohl berühmtesten Liebespaare der letzten Jahrhunderte. Und eines ist gewiss, egal ob die Worte in Briefform, Gedichten oder Theater- und Filmszenen erklingen werden, sie gehen voll ins Herz!

Es lesen: Sven Brormann, Illi Oehlmann



2. Ausgabe 2016/17

17.12.2016 - 20 Uhr | Altes Theater/Foyer

»Hilfe, die Herdmanns kommen – das etwas andere Krippenspiel«

Die Herdmann-Kinder waren die schlimmsten Kinder des ganzen Stadtteils. Sie schlugen kleine Kinder, fluchten auf ihre Lehrer und setzten den alten verfallenen Geräteschuppen von Fred Schumacher in Brand. Jetzt haben Sie es sogar geschafft sämtliche Hauptrollen in dem Krippenspiel zu bekommen, das zu Weihnachten aufgeführt werden soll. Natürlich erwartet jeder das schlimmste Krippenspiel aller Zeiten...

Es lesen: Pierre Beng, Illi Oehlmann und Mirjana Milosavljević

1. Ausgabe 2016/17

Samstag, 29.10.2016 — 20 Uhr, Altes Theater/ Foyer

Betrachtungen über das Feigenblatt

Ein Abend für Verliebte und Verrückte
Die Spätlese im Oktober widmet sich den schwarzhumorigen, melancholischen und poetischen Kurzgeschichten von George Tabori, der wie kaum ein anderer Künstler im deutschen Sprachraum seit Brecht auf so vielfältige Weise kreativ und erfolgreich war. Neben Taboris beißendem Witz und seiner entwaffnenden Ironie, mit denen er uns die Ungeheuerlichkeiten der Geschichte und Geschicke Europas etwa in "Mein Kampf" begreiflich macht, steht er hier als ein Schriftsteller im Mittelpunkt, der die Welt als Theater und das Theater als Modell der Welt versteht. Ein aberwitziger Abend - nicht nur für Verliebte und Verrückte!

Es lesen: Mirjana Milosavljević, Christel Ortmann und Stephan Korves