222. Spielzeit 2016/17

Stephan Klemm war 2012 erstmals in Dessau in seiner Darstellung des Hagen [»Götterdämmerung«] zu erleben. Der gebürtige Roßlauer nahm nach seinem Abitur zunächst ein Studium der Germanistik und Kunstwissenschaften an der Martin Luther Universität Halle auf. Nach einem Jahr wechselte er an die Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, um dort Gesang zu studieren. 1991 beendete der Bass sein Studium mit dem Soloexamen und ging als Erstengagement an das Potsdamer Hans Otto Theater. Dort sang er Partien wie Bartolo [»Die Hochzeit des Figaro«], Sarastro [»Die Zauberflöte«] und Fafner [»Das Rheingold«]. In den Jahren von 1997 bis 2002 war Stephan Klemm freischaffend tätig. In dieser Zeit gastierte er u. a. am Volkstheater Rostock, im Konzerthaus Berlin und bei den Ludwigsburger Festspielen. Ab 2002 war er am Landestheater Coburg engagiert. Hier folgten weitere Fachpartien wie Sir John Falstaff [»Die lustigen Weiber von Windsor«], Landgraf [»Tannhäuser«], Kaspar [»Der Freischütz«], Rocco [»Fidelio«], Raimondo [»Lucia di Lammermoor«], Leporello [»Don Giovanni«], Osmin [»Die Entführung aus dem Serail«] und Daland [»Der fliegende Holländer«]. Mit den Partien seines Faches aus »Weihnachtsoratorium« und mehreren Kantaten und Passionen von Johann Sebastian Bach, den »Requien« von Mozart und Verdi sowie z. B. der »Weihnachtshistorie« von Heinrich Schütz ist er im In- und Ausland präsent. Von 2006 an war Stephan Klemm für zwei Spielzeiten Ensemblemitglied an der Oper Nürnberg, wo er u.a. als Großinquisitor [»Don Carlos«] und als Fürst Gremin [»Eugen Onegin«] auftrat. Seit 2008 ist Stephan Klemm wieder freischaffend tätig und gastierte seither im »Weimarer Ring« als Hunding [»Siegfried«] und als Fafner [»Siegfried«], am Nationaltheater Mannheim als Baculus [»Wildschütz«], als Sarastro und als Daland sowie am Theater Dortmund als König Heinrich [»Lohengrin«].